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GRÜNES FORUM ROMANSHORN Präsidium

JAHRESBERICHT 2000

T 13
Unsere Aktivitäten begannen mit einer fulminanten Demo gegen die geplante T13 am frühen Morgen des 7. Januars. Das Medienecho war enorm, und seither ist das Thema nicht mehr verschwunden. Die Opposition hat Kreise gezogen und gipfelte in der Gründung eines neuen "Komitees zum Schutz des Seerückens - Nein zur T13" im November in Güttingen. Eine von uns organisierte Podiumsveranstaltung am 16. März im Hotel Schloss zog sehr viel Publikum an und viele von uns sammelten zahlreiche Unterschriften für die Petition gegen die T13, welche im Juni beim Kanton eingereicht wurde. Abgelehnt wurde demgegenüber die Einsprache des Grünen Forums Romanshorn gegen den neuen Richtplan der Gemeinde Romanshorn, in welchem bereits das Trassee für die künftige T13 ausgeschieden wird.

Vorlagen der Munizipale
Zu allen von der Gemeinde an den diversen Gemeindeversammlungen vorgelegten Sachgeschäften hat das Grüne Forum kompetent Stellung bezogen und seine Meinung deutlich kommuniziert. Erfolg hatten wir an der Budgetversammlung mit der Streichung des Beitrags für die Aquarena; seither hat man von dieser Idee gar nichts mehr gehört. Ausführlich haben wir uns mit dem neuen Baureglement inklusive Zonenplan und dem neuen Personal- und Besoldungsreglement befasst. Unsere Anregungen, welche wir in den Vernehmlassungen formulierten, wurden nur teilweise aufgenommen. Unterstützt haben wir den Vorschlag zur Neugestaltung der Alleestrasse, hingegen für Landverkauf und Betriebskostenbeitrag an die Kunsteisbahn gab das Grüne Forum die Nein-Parole heraus.

Eigene Vorstösse
Im Frühling dieses Jahres erhoben wir Einsprache gegen den Bau einer Mobilfunk-Antennenanlage der Firma Orange auf dem Silo - leider ohne Erfolg. Ebenfalls als nicht erfolgreich muss die Motion Parkplatzbewirtschaftung taxiert werden. Unser Anliegen, die Parkplätze beim Seebad und auf der Surfplatzwiese zu bewirtschaften, wurde schlecht aufgenommen; versprochen ist die neuerliche Beurteilung im Rahmen der Gesamtsanierung des Areals, geplant für 2002/2003.
Während des ganzen ersten Halbjahres bekämpften wir zusammen mit Vertretern der SP die geplante Grossüberbauung auf dem Güterex-Areal. Die Hauptkritik lief auf den fehlenden Freiraum direkt an der Hafenmole und die Dimensionen des Gebäudes hinaus. Inwieweit unsere Opposition das Verschwinden dieses Projekts provoziert, verschuldet oder beschleunigt hat, darüber lässt sich spekulieren. Tatsache ist, dass jetzt mit der neuen Investorengruppe eine bis jetzt einvernehmlichere Gangart gefunden wurde.
Der Primarschulgemeinde stellte das Grüne Forum im Herbst zwei Anträge zur Förderung erneuerbarer Energien, wovon die Baumpflanzaktion für neue Unterstufenschüler gutgeheissen, der Einkauf von Oekostrom möglicherweise im nächsten Budget Eingang finden wird.

Internes
Die Neuerungen, die wir im vergangenen Jahr einführten, haben sich bewährt: die 1. Jahresversammlung war ein erfreulicher Anlass, das erste Bulletin mit dem Titel gruenes-forum.ch fand grossen Anklang, die monatlichen Sitzungen wurden gut besucht. Es sei an dieser Stelle allen herzlich gedankt, die sich in der einen oder anderen Form für die grüne Sache engagiert haben.

Aktivitäten im grösseren Rahmen
Als absolutes Highlight kann die Wahl von Hanspeter Heeb, Mitglied des GFR, in das Bezirksgericht Arbon bezeichnet werden. Er konnte sich dank professioneller PR und grossem persönlichem Effort gegen seinen bürgerlichen Konkurrenten durchsetzen.
An den Kantonsratswahlen im April haben viele aus unseren Reihen kandidiert. Maya Iseli konnte ihren Sitz mit einem sehr guten Resultat bestätigen, aber insgesamt verloren die Grünen doch einiges an Terrain. Als umso erfolgreicher kann man hingegen den Stimmenzuwachs von 1,6 % auf dem Platz Romanshorn bezeichnen, was eine klare Bestätigung für unsere Arbeit bedeutet. Für die Eidgenössischen Energievorlagen, welche zu unserer grossen Enttäuschung am 24. September allesamt abgelehnt wurden, haben sich viele Grüne eingesetzt, vor allem an mehreren Standaktionen. Im Dezember lud das Grüne Forum zusammen mit der Bezirkspartei zu einer öffentlichen Veranstaltung mit dem Thema "Lokale Agenda 21" ein. Obwohl wichtig, haben wir entschieden, die Idee vorderhand nicht zu forcieren - dies müsste von anderer Seite her passieren.

Abschliessend fällt die Bilanz zwiespältig aus; Erfolge und Nichterfolge halten sich in etwa die Waage. Dass aber Natur und Umwelt und der Mensch, der sich darin bewegt, unsere Arbeit braucht, ist augenscheinlich. Ich hoffe, mich auch weiterhin auf viele motivierte MitkämpferInnen für die Grüne Sache abstützen zu können - denn miteinander geht's besser und macht eh noch Spass!

im Februar 2001, U. Oberholzer-Roth

 

 

 

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