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Romanshorn, 8.11.2000
Pressemitteilung "Grüne können Kunsteisbahn nicht unterstützen"
- Eine kritische Analyse der finanziellen Berechnungen, wie sie die Vision Kunsteisbahn
KEB Oberthurgau AG vorgelegt hat, zeigt ein höchst risikoreiches Szenario für Eishalle
und Aussenbahn.
- Eine derartige Anlage ist aus ökologischer Sicht wegen des hohen Energieverbrauchs
keine nachhaltige Investition.
- Das Grüne Forum Romanshorn hat zur Landabtretung und zum Betriebskostenbeitrag die
Nein-Parole beschlossen.
- Der Neubau der SBB-Holzbrücke in Aach-Spitz wird klar unterstützt.

An seiner letzten Sitzung vom Mittwoch, dem 1. November hat sich das Grüne Forum
Romanshorn vornehmlich mit den kommunalen Abstimmungsvorlagen beschäftigt. Nachdem die
Initianten der Kunsteisbahn bereits an einer vorgängigen Sitzung Red und Antwort
gestanden waren, befassten sich die zahlreich erschienenen Mitglieder nochmals
ausführlich mit den Vor- und Nachteilen.
Als positiv wurden gewertet:
Die Eishalle ist im Sinne des Leitbilds und hat durchaus überregionalen Charakter
Verkehrstechnisch wäre die Anlage auf dem ehemaligen Areal der Eidg. Alkoholverwaltung
sogar ideal gelegen.
Demgegenüber stehen jedoch für die Grünen allzu viele schwergewichtige Nachteile:
Energieverbrauch und Energiekosten: Eine Kunsteisbahn ist in unseren Breitengraden
äusserst energieintensiv und lässt sich nicht auf der Basis von einem alternativen, d.h.
erneuerbaren Energieträger realisieren.
Belegung von Eishalle und Aussenbahn: Wo während den Betriebsmonaten mit hohen
Frequenzen, auch von den örtlichen Schulen, zu unrealistisch hohen Preisen gerechnet
wird.
Amortisation und Reserve ist zu wenig eingerechnet, sodass eine hohe Wahrscheinlichkeit
besteht, dass die Gemeinde nach einigen Jahren schon um Erhöhung der finanziellen
Unterstützung angegangen wird.
Es ist unvernünftig, Geld in etwas zu investieren, was notabene im Vergleich zu einem
Hallenbad nur einem relativ kleinen Spektrum der Bevölkerung dienen und andernorts fehlen
würde.
Des weiteren nahm das Grüne Forum befriedigt Kenntnis von der neuen Situation um die
Hafenentwicklung. Erfreut zeigte man sich vor allem vom Erfolg der Opposition gegen das
vormals geplante Bauprojekt auf dem Güterex-Areal, welche die Grünen zusammen mit der SP
Romanshorn vorbrachte. Die neuen Investoren seien offensichtlich auf der gleichen Linie,
was zwei wichtige Forderungen anbelange:
Zum ersten müsse eine übergeordnete, langfristige Planung,
zum zweiten genügend Raum für die Oeffentlichkeit an der gegen Süden gerichteten
Hafenmole
gewährleistet sein. |