moeven.jpg (4797 Byte)


Romanshorn, 8.11.2000
Pressemitteilung "Grüne können Kunsteisbahn nicht unterstützen"
  • Eine kritische Analyse der finanziellen Berechnungen, wie sie die Vision Kunsteisbahn KEB Oberthurgau AG vorgelegt hat, zeigt ein höchst risikoreiches Szenario für Eishalle und Aussenbahn.
  • Eine derartige Anlage ist aus ökologischer Sicht wegen des hohen Energieverbrauchs keine nachhaltige Investition.
  • Das Grüne Forum Romanshorn hat zur Landabtretung und zum Betriebskostenbeitrag die Nein-Parole beschlossen.
  • Der Neubau der SBB-Holzbrücke in Aach-Spitz wird klar unterstützt.

Zeichnung von Urs Gessner

An seiner letzten Sitzung vom Mittwoch, dem 1. November hat sich das Grüne Forum Romanshorn vornehmlich mit den kommunalen Abstimmungsvorlagen beschäftigt. Nachdem die Initianten der Kunsteisbahn bereits an einer vorgängigen Sitzung Red und Antwort gestanden waren, befassten sich die zahlreich erschienenen Mitglieder nochmals ausführlich mit den Vor- und Nachteilen.
Als positiv wurden gewertet:
Die Eishalle ist im Sinne des Leitbilds und hat durchaus überregionalen Charakter
Verkehrstechnisch wäre die Anlage auf dem ehemaligen Areal der Eidg. Alkoholverwaltung sogar ideal gelegen.
Demgegenüber stehen jedoch für die Grünen allzu viele schwergewichtige Nachteile:
Energieverbrauch und Energiekosten: Eine Kunsteisbahn ist in unseren Breitengraden äusserst energieintensiv und lässt sich nicht auf der Basis von einem alternativen, d.h. erneuerbaren Energieträger realisieren.
Belegung von Eishalle und Aussenbahn: Wo während den Betriebsmonaten mit hohen Frequenzen, auch von den örtlichen Schulen, zu unrealistisch hohen Preisen gerechnet wird.
Amortisation und Reserve ist zu wenig eingerechnet, sodass eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Gemeinde nach einigen Jahren schon um Erhöhung der finanziellen Unterstützung angegangen wird.
Es ist unvernünftig, Geld in etwas zu investieren, was notabene im Vergleich zu einem Hallenbad nur einem relativ kleinen Spektrum der Bevölkerung dienen und andernorts fehlen würde.

Des weiteren nahm das Grüne Forum befriedigt Kenntnis von der neuen Situation um die Hafenentwicklung. Erfreut zeigte man sich vor allem vom Erfolg der Opposition gegen das vormals geplante Bauprojekt auf dem Güterex-Areal, welche die Grünen zusammen mit der SP Romanshorn vorbrachte. Die neuen Investoren seien offensichtlich auf der gleichen Linie, was zwei wichtige Forderungen anbelange:
Zum ersten müsse eine übergeordnete, langfristige Planung,
zum zweiten genügend Raum für die Oeffentlichkeit an der gegen Süden gerichteten Hafenmole
gewährleistet sein.

info@gruenes-forum.ch
Stand 25.1.01, Webmaster webmaster@gruenes-forum.ch