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Bekommt Romanshorn den ersten Christkindlmarkt am schweizer Ufer?

Oder ein Water-Slide wie in Orlando, Florida? - eine Gondoliere-Flotte wie in Venedig? - einen gutbürgerlichen Biergarten wie vis-à-vis am deutschen Ufer? Was soll sich künftig um den Romanshorner Hafen abspielen: luxuriöses Wohnen mit Bootsplatz inklusive oder Dauer-Jahrmarkt mit Karussell und Würstchenbude?

Was es genau sein wird, kann heute noch niemand mit Gewissheit sagen. Dass aber spätestens seit dem Musical "Let him go" eine Entwicklung in Gang gekommen ist, spüren alle deutlich. Die Frage, wohin diese Entwicklung führt, lässt Raum für Fantasien, Wünsche, aber auch konkrete Projekte. In dieser Richtung arbeitet die Unternehmung "Harbour Vision" seit Herbst 2000 zügig und handfest. Sie können, wenn Sie möchten, bereits heute eine Broschüre verlangen, die Ihnen Grösse, Preis und ungefähres Aussehen Ihrer zukünftigen Loft-Wohnung präsentiert!

Doch blenden wir zurück; denn ein bedeutender politischer Erfolg soll nicht unterschlagen sein: Im Januar 2000 stellten Gemeinde, SBB und HRS gemeinsam ihr Projekt einer Ueberbauung des Güterex-Areals vor. Die dort schon offenkundige Skepsis kanalisierten das Grüne Forum Romanshorn zusammen mit der SP in einer Gruppe mit Martin Böller, Andreas Zech, Urs Gessner und Urs Oberholzer, die mehrmals bei der Gemeinde und in der Presse dokumentierte, dass ein solcher Riegel hart an der Hafenmole für die Bevölkerung absolut inakzeptabel sei! Natürlich sagt heute von offizieller Seite her niemand, "dank" dieser Opposition sei das HRS-Projekt vom Tisch.

Egal - ein neuer, hochkarätiger Investor setzt nun Dampf auf, will zuallererst die SBB-Lagerhäuser und dann die ehemalige Transitpost umnutzen (wohnen, arbeiten, konsumieren, sich unterhalten). Als nächstes wäre das Areal Güterex an der Reihe, das wegen der absehbar langen Planungsphase zwischengenutzt werden sollte - so eine der Ideen, welche die neu geschaffene "Planungskommission Hafenareal" an ihrer ersten Sitzung anfangs Januar formuliert hat. Diese Gruppe arbeitet durchaus im Sinne des Investors, der die Kooperation mit möglichst allen Interessierten deutlich sucht. Sie ist wie folgt zusammengesetzt: Max Brunner (Vorsitz), Walter Gross (Ressortchef), Nycole Wydler (Stadtmarketing), Stefan Ströbele (Gewerbevertreter) George-André Meier (Arbeitgebervertreter), Regula Fischer (Verkehrsverein), Brigitta Schock, Zürich (Architektin) und Urs Oberholzer (GFR) sowie Hanspeter Woodtli (Ortsplaner) und Notker Schmid (Bauverwalter) als Fachberater. Unser Einsitz in dieser Kommission bedeutet ein weiterer Erfolg unserer langjährigen engagierten und hartnäckigen Bemühungen bezüglich des Hafens - zumal die Sitze offenbar sehr begehrt waren. Das GFR war es jedoch auch, welches eine derartige übergeordnete und koordinierte Planung immer gefordert hat. Ich bin guter Dinge und hoffe, dass in den nächsten Jahren am See wirklich Prägendes ins Rollen kommt; denn Romanshorns Potential ist tatsächlich - ob als Dorf oder als Stadt - sein Wasser!

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