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Grüne hoffen auf Wahl Antheniens
  • Daniel Anthenien kandidiert im zweiten Wahlgang vom 22. April und versucht, für das Grüne Forum Romanshorn den ersten Sitz in der Oberstufenbehörde zu holen.
  • Die Partei unterstützt die Kandidaturen für die Schulpräsidien.
  • Das Grüne Forum befürwortet die beiden Gemeindevorlagen: Unterführung Bahnhof und Bahnhofplatz.

Nachdem Daniel Anthenien mit dem besten Ergebnis der nicht gewählten Kandidaten lediglich 6 Stimmen für die Wahl in die Oberstufenbehörde Romanshorn-Salmsach fehlten, stellte sich das Grüne Forum an seiner letzten Sitzung vom 4. April eindeutig und optimistisch hinter seinen Spitzenkandidaten. Er erbringe ausgewiesenermassen die notwendigen Qualifikationen für eine Behördentätigkeit und man sei überzeugt, mit Daniel Anthenien den ersten Sitz in der Oberstufenbehörde erobern zu können. Hervorzuheben sei insbesondere, dass in der momentanen Zusammensetzung der Behörde die Kompetenz eines Rechtsanwalts überaus vorteilhaft sein könnte. Themen wie neues Finanzierungsmodell, Geleitete Schulen oder Lehrerqualifikation hätten durchaus auch juristische Aspekte, welche gründlich bedacht werden müssten. Daniel Anthenien könne hier aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit sicher kompetent dazu beitragen, zeigt sich das Grüne Forum von ihrem Kandidaten überzeugt.

Die Grünen empfehlen zudem die beiden Kandidaten für die Präsidien der Schulgemeinden zur Wahl: Marius Ettlinger für die Primarbehörde bringe den notwendigen Hintergrund für ein solches Amt mit, obwohl er noch keine Behördenerfahrung ausweisen könne. Hans Fischer als bisheriger Präsident der Oberstufe verdiene vollstes Vertrauen und eine glänzende Wiederwahl.

Zu den beiden Vorlagen der Gemeinde bezüglich baulicher Erneuerungen am Bahnhof beschloss das Grüne Forum deutlich die Ja-Parole. Die verbreiterte Unterführung, die auch eine bessere Lichtführung als der SBB-Standard ermöglicht, verdiene Unterstützung, auch wenn das Verschwinden des Ketteliübergangs da und dort etwas Wehmut auslöst. Begrüssenswert seien auch die Verbesserungen für diejenigen, welche mit dem Velo zum Bahnhof gelangen. Die neuen Veloständer sind besser platziert, da näher bei den Geleisen und die Erhöhung der Anzahl sicher gerechtfertigt. Die Vorschläge für die Neugestaltung des Bahnhofplatzes entsprechen absolut einem modernen Verkehrskonzept, dem auch "grüne" Ideen zugrunde liegen. Insbesondere fallen die Massnahmen auf, welche die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer inklusive der Fussgänger zum Ziel haben: Aufhebung der Niveauunterschiede, Brechen des Verkehrsflusses für den motorisierten Verkehr, bessere Andockung des Buses, Begrünung usw. Romanshorn als traditionsreichem Verkehrsknotenpunkt müsse einer Aufwertung dieses Entwicklungsbereichs gelegen sein, vor allem auch in Hinblick auf die verstärkten Aktivitäten, die im Hafenbereich absehbar sind. Zudem mache die Gestaltung Sinn als Parallele zur Neugestaltung der Alleestrasse, damit sich längerfristig eine Kernzone ausformen könne.

Das Grüne Forum zeigt sich überzeugt von den Investitionen in den öffentlichen Verkehr, und kritisierte konsequenterweise die expansiven Tendenzen im Individualverkehr. So ist insbesondere das Unverständnis gross, wie neuerlich die rasche Realisierung der T13 gefordert wird. Erst sei die Opposition beschwichtigt (10 bis 20 Jahre!) worden, und nun soll es plötzlich schnell gehen und der Oberthurgau vor dem wirtschaftlichen Ruin gerettet werden! Auch der zunehmende Flugverkehr bewog das Grüne Forum zu einer Stellungnahme: gegen das Konzessionsgesuch der unique airport Zurich AG wurde Einsprache erhoben, wie das auch umliegende Gemeinden (z. Bsp. Amriswil) taten.

Einige Teilnehmer der Versammlung äusserten sich mit Bestürzung über den unverhältnismässig massiven neuen Zaun beim Schwimmbad, wie man ihn in dieser Dimension nicht einmal bei militärisch wichtigen Objekten sähe! Dabei wurde auch die Frage der Kosten und der psychologischen Wirkung aufgeworfen.

Romanshorn, 6. April 2001, U. Oberholzer-Roth

 

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