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Glosse über die Schaukel-Bewegungen des Oberthurgaus von
Ernst Lanz Keine Werbung unseres Kantons oder einer seiner Gemeinden ohne Hinweis auf
die intakte Landschaft und die Lebensqualität und auch auf die guten Bahnanschlüsse.
Das Werbeplakat "rush hour" zelebriert die Weite des Thurgaus. Werden
sogenannte Spitzenkräfte gesucht - diese aus dem goldenen Dreieck Zürich - Basel - Bern
wegzulocken ist tatsächlich schwierig - heisst's neu "intakte, schöne
Landschaft" und "Wohnqualität". Der Werber weiss: die Stärken müssen
hervorgehoben werden, ausserdem hat er vernommen, die Frau des Spitzenmannes schaut auf
die sogenannten Softqualitäten der angebotenen, neuen Situation bevor sie bereit zur
Mobilität ist. Zum Aufpolieren des Imitsch sind die "blühenden Dörfer" und
die "blühende Industrie" samt Gewerbe (ebenfalls blühend)" gerade recht.
Man schwelgt in Bildern grosser Industriekomplexen um darzutun wie hier die Chancen jeder
Art blühen. Kommen diese Werbekreise und die dahinter stehenden Leute dann aber auf die T
13, ist "intakte Landschaft", und "Wohnqualität" plötzlich kein Wort
mehr, einfach nicht mehr vorhanden. Auch mit "blühender Industrie"
"leistungsfähigem Gewerbe" ist's nun Essig. Nein, der Oberthurgau braucht jetzt
endlich Anschub, er ist weit zurück, er muss aufholen und überhaupt er ist eine vom Bund
anerkannte unterentwickelte Region. Diese Unterentwicklung kann nur durch eine
zusätzliche Strasse behoben werden. Jedes Kind und jeder vernünftig denkende Mensch,
erst recht jeder rechte Politiker weiss schliesslich "Verkehr bringt
Entwicklung".
Zitate aus dem Internet. Uttwil:
"Mit Ihrem eigenen Fahrzeug erreichen Sie in wenigen Minuten im Osten die A1/A13 und
im Westen die A7". Kesswil: "Eine herrliche Landschaft, ländliche Ruhe mit
hoher Wohn- und Lebens-qualität."
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