| Aber ganz sicher! von Urs Gessner Uns gefällt's
hier in Romanshorn! Wer von uns schätzt nicht die gute, prächtige Wohnlage in dieser
schönen Oberthurgauer Landschaft, am See und nicht weit vom Wald, mit häufigen Bahn-
& Bus-Verbindungen in allen Richtungen -und dies alles mit florierenden Betrieben und
Unternehmungen, unserer tip-topen Infrastruktur, den vielen Einkaufsmöglichkeiten,
Schulen und auch kulturellen Darbietungen! Die Wohn-Qualität in Romanshorn ist hoch. Dazu
gehört aber auch ein "gezähmter", d.h. ein ruhiger und sicherer Verkehr im
Dorf.
Unser Gemeinderat hat in den vergangenen Jahren immer wieder dazu beigetragen - wenn
auch nicht grossem Enthusiasmus: Tempo-30 Zonen, die beruhigte (nur im Strassenbild immer
noch von Autos dominierte) Alleestrasse - und dann erst noch für ein paar Schwellen auf
der unteren Hafenstrasse. Gute Leistungen - die nach noch besserem ruft! Wir wollen unsere
Wohnqualität pflegen und verbessern! Dazu gehört es unbedingt, dass eine Anzahl
kritischer d.h. wirklich gefährlicher Strassenstücke mit viel Verkehr bald möglichst
verbessert werden.
Wir sind deshalb Anfang August an den Gemeinderat gelangt und stellen den
Antrag, dass in erster Linie die Bahnhofstrasse, die Gottfried-Keller-Strasse, die
Salmsacherstrasse und die Kreuzlingerstrasse in den Bereichen der Schulhäuser sicherer
gemacht werden.
Die Bahnhofstrasse ist nicht nur eine stark frequentierte Zufahrt zum und vom unteren
Dorf ("verkehrsorientiert"), sondern sie ist auch
"nutzungsorientiert", d.h. als Weg zu den Läden, zum Kirchgemeindehaus, für
den Schwatz vor dem Haus usw.. Zudem wird die Bahnhofstrasse mehrere Male pro Tag intensiv
von sehr vielen Schülern zu Fuss, mit Velo, Skates oder Töffli überquert. Deshalb ist
die Bahnhofstrasse im Grunde wie eine Mischverkehrsfläche zu betrachten. Aber: Baulich
ist die Bahnhofstrasse schnurgerade und recht breit, so dass (viele) Autofahrer zu hohem
Tempo verleitet werden. Dies wird seit Jahren immer wieder festgestellt; es ist Zeit,
Massnahmen zu ergreifen.
Die Gottfried-Keller-Strasse ist eigentlich eine Quartierstrasse. Die Schüler sind
meist in der Mehrzahl, neben den vielen Anwohnern, Lehrern, Fussballern usw. Jetzt beraten
unsere Behörden die Verbesserung der Sicherheit auf dieser Strasse. Das ist der beste
Moment, dem Grundsatz zu folgen, diese Strecke primär als Mischverkehrs-Fläche mit stark
beruhigten Motorfahrzeugen zu gestalten (- nur die Feuerwehr darf rasch herausfräsen...).
An der geraden und (und oft auch zu schnell befahrenen) Salmsacherstrasse sind die
Fussgängerstreifen beim Unterschulhaus/Pestalozzischulhaus und beim
Sonnenwinkel-Kindergarten so alt, dass sie kaum mehr erkennbar sind. Dieser Missstand muss
im Interesse der Schüler jetzt angepackt werden (unabhängig vom Problem der Sanierung
der ganzen Strasse). Die Neubemalung des Fussgängerstreifens allein genügt nicht. Die
Sicherheit der Schüler muss verbessert werden, z.B. durch Erweiterung der Tempo-30er Zone
Eigenheim, oder durch bauliche Beruhigungsmassnahmen. Hier muss grundsätzlich vermieden
werden, dass Eltern aus Angst vor Unfällen ihre Kinder per Auto zur Schule chauffieren
und dabei die Situation für andere Kinder verschlimmern! Beim Kindergarten Holzenstein
ist der Schüler- und Fussgängerübergang echt unbefriedigend, weil gefährlich. Es ist
auch klar, dass der Auto-Verkehr auf der Kreuzlingerstrasse stark bleiben wird (weil die
T13 entweder nicht kommt oder den Lokalverkehr nicht wegnimmt). Das heisst: Jetzt soll
unbedingt etwas getan werden. Der Autoverkehr muss im Bereich des Kindergartens
verlangsamt werden. Jeder Autofahrer muss aufmerksam werden: Hier hat es oft Kinder.
Zur Verkehrsberuhigung gibt es viele gute Möglichkeiten, wie ·
Fussgänger-Lichtsignalanlage · Fussgängerstreifen mit Mittelinsel, mit Verengung der
Fahrbahnen Wie auch - speziell gut für die Bahnhof-, Salmsacher- und
Gottfried-Keller-Strasse:
· Tempo auf ganzer Strecke herabsetzen · Strasse optisch schliessen - d.h.
Bild der geraden breiten Piste verändern (nach Vorbild Kindergartenstrasse) ·
Radar-Kontrollkasten montieren
· Warnschilder für Autofahrer betr. Fussgängerstreifen (wie beim
Reckholdernschulhaus) aufstellen
· Kreisel bei der unteren Kantonalbank
Es darf auf alle Fälle nicht geschehen, dass unsere Gemeinde nichts
unternimmt, weil der Kanton auf (kantonalen) Strassen wie der Kreuzlinger- und
Bahnhofstrasse (bis jetzt) keine Verlangsamung/Beruhigung will, oder weil schwierige
technische Hindernisse bestehen. Wir meinen, der Wille muss vorhanden sein, optimal
wirksame Lösungen für die genannten risikoreichen Stellen im Dorf zu finden - auch wenn
vermutlich unkonventionelle Lösungen nötig sind. |