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Integration von Ausländern fördern! Das GRÜNE
FORUM stellt fest, dass es nun höchste Zeit ist, aktiv die Integration von Ausländern zu
fördern. Zwar ist jeder einzelne Inländer privat gefordert seinen Beitrag zu leisten,
was im Rahmen des Möglichen ja auch getan wird. Doch handelt es sich um eine
Gemeinschaftsaufgabe. Es sind noch viele Schritte nötig. Auch die Gemeinde ist gefordert!
Die ganze Gemeinde profitiert von Ausländern.
Die Mitglieder des GRÜNEN FORUMS meinen, dass die Gemeinde von sich aus und gezielt
tätig werden sollte. Die ganze Gemeinde profitiert von der Anwesenheit und damit der
Mitarbeit dieser Bevölkerungsgruppe. Tragende Firmen unserer Gemeinde wie zum Beispiel
Hydrel AG, Bischof AG, Zeller AG, Stutz AG, Voigt AG, Eugster/Frismag AG, EFTEC AG
(Ems?Togo) und andere müssten ohne Mitarbeit der Ausländer sofort schliessen, ja hätten
gar nie aufgebaut werden können. Der Bahnhof könnte ohne Mitarbeit der Ausländer nicht
für 40 Millionen erneuert werden, die bedeutenderen Gastrounternehmen könnten höchstens
noch Getränke ausschenken.
Wertschätzung der Ausländer.
Die Bedeutung dieser Bevölkerungsgruppe ohne roten Pass für uns Schweizerinnen und
Schweizer ist immens, die offizielle Wertschätzung ist dagegen kaum vorhanden. Die
negativen Seiten, welche natürlich auch vorhanden sind, werden hingegen ständig
aufgebauscht, meinen die Mitglieder des GRÜNEN FORUMS ROMANSHORN. In der Presse, vor
allem im Zusammenhang mit Gewaltdelikten, werden Ausländer vorwiegend als Störenfriede
behandelt. Es ist höchste Zeit, dass ihnen von offizieller Seite und von der
Öffentlichkeit her endlich mit der ihnen zustehenden Wertschätzung entgegengegangen
wird. Ihr Stellenwert muss anerkannt und die Integration aktiv gefördert werden. Jeder
Unternehmer weiss: wertvolle und unverzichtbare Mitarbeiter muss man schätzen und
fördern.
Zusammenwachsen von Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Das Ziel ist das Zusammenwachsen von Menschen und Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher
Herkunft und Prägung zu einer lebendigen Gesellschaft. Die Aufsplitterung in soziale
Schichten oder ethnische Gruppen muss verhindert werden. Von der Gemeinde her muss ein
offener Geist gegenüber den Fremden gefördert werden. So notwendig wie der Unterhalt von
Strassen, die Pflege der Wirtschaft, der Unterhalt von Schulen, der Ausbau der
Gemeindedienste usw. ist die aktive Integration einer Bevölkerungsgruppe, welche mehr als
ein Viertel der rund 9500 Einwohner unserer Gemeinde ausmacht.
Ausländerkommission / Integrationsverantwortlicher.
Das GRÜNE FORUM meint, dass es höchste Zeit sei, eine offizielle Ausländerkommission
und / oder die Stelle eines Integrationsverantwortlichen zu schaffen. Ziel muss sein,
aktiv für bessere Information und Kommunikation mit der ausländischen Mitarbeiter- und
Mitbewohnergruppe zu sorgen. Den Einheimischen müsste die wirtschaftliche Bedeutung der
ausländischen Bevölkerungsgruppe bewusster gemacht werden (Arbeitsleistung und Konsum,
Produktion und Absatz landwirtschaftlicher Produkte etc.) In diesem Punkt wären die
bedeutenderen Arbeitgeber gefordert, endlich einmal öffentlich Positives über die
Ausländer zu sagen, meinen die Mitglieder des GRÜNEN FORUMS.
Konkrete Möglichkeiten in Richtung Integration gibt es viele. Die Einbürgerungstaxen
(nicht die Gebühren!) müssen abgeschafft werden! Wer Schweizer oder Schweizerin werden
will und damit den Willen kundtut, sich uns anzupassen und gegebenenfalls sogar
Militärdienst zu leisten, sollte nicht noch mit einer Strafzahlung belegt werden.
Einbürgerungen sollten gültig vom Gemeinderat beschlossen werden können. Das ehrliche
und faire Verfahren, wie es von der Behörde zur Zeit praktiziert wird, verdient vollstes
Vertrauen. Sprachkurse werden zwar angeboten, doch müssten auch Integrationskurse und
allgemeine Informationsveranstaltungen (zB. über das Schulsystem, in den Muttersprachen
der Betroffenen) für Ausländer durchgeführt werden. Ausländerinnen, welche nicht im
Arbeitsprozess stehen, leben teilweise wie in einem Ghetto und können von sich aus
praktisch keine Integrationsschritte machen. Für diese müssen spezielle
Begegnungsmöglichkeiten ins Auge gefasst werden.
Offener Geist - lebendiger Ort - Stadt am Wasser.
Wenn sich Romanshorn, die Stadt am Wasser, zu einem lebendigen Ort entwickeln soll, wo man
gerne wohnen und arbeiten will, darf die Behörde nicht bei äusserlichen Verbesserungen
und Verschönerungen stehen bleiben. Sie muss mithelfen, dass auch ein offener Geist weht
und zwar nicht erst, wenn alle anderen grösseren Orte des Kantons alles schon vorgemacht
haben. Dies ist die Meinung des GRÜNEN FORUMS ROMANSHORN, welches in diesem Sinne drei
Anträge an die Gemeindebehörde stellt: Gemeinderat entscheidet über Einbürgerungen,
Abschaffung der Einbürgerungstaxen, Ernennung eines Integrationsverantwortlichen.
GFR Januar 2002
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