| In der Romanshorner Verwaltung wurde das System DACH realisiert
wird. DACH ist das Umweltmanagement-Konzept das von der Bodenseeagenda 21 (das
Nachhaltigkeits-Programm des Bodenseerates) für die Anrainer in Deutschland, Austria und
CHweiz vorgeschlagen wird.
Es baut auf der Lokalen Agenda 21 auf (d.h. das Kapitel 28 der Agenda 21, die an der Rio
Konferenz damals verabschiedet wurde).
Der Zweck ist Nachhaltigkeit anzustreben.
Die Ziele sind - in der Verwaltung - die Leute für Umweltschutz zu sensibilisieren, zu
motivieren, Kosten wo möglich zu vermeiden, Umwelt-Belastung und Umwelt-Risiken zu
minimieren - öffentliche Arbeit für Nachhaltigkeit und Dialog mit Bevölkerung in Gang
zu setzen.
Der Istzustand wird zuerst erfasst: Man stellt folgende Fragen:
welche wieviele Ressourcen brauchen wir?
welche, wieviele Emissionen produzieren wir?
wie können wir Umweltbelastung(in Gemeinde) minimieren?
welche Umweltgesetze gilt es zu beachten?
was müssen wir noch besser machen?
was ist dabei wirtschaftlich vertretbar?
Die Antworten umfassen:
Ein Umwelt-Leitbild für die Verwaltung und die Betriebe der Gemeinde
Öko-Checklisten - zur Erfassung des Istzustandes (Strom, Öl, Wasser, Papier und deren
Verbrauch, Entsorgung etc)
Detail-Ziele und Massnahmen
Begleitende Massnahmen und Motivierung der Mitarbeiter
Integration der Zuständigkeiten, der Organisation und ein internes Audit
("Kontrollsystem")
Der ganze Aktionsplan wurde vor ca. 2 Jahren in Gang gesetzt für das
Gemeindehaus, den Werkhof, die Jugi und das Mehrzweckgebäude
Es wurde ein Umweltmanagement-Beauftragter bezeichnet und direkt dem Gemeinde-Ammann
unterstellt
Dann hat es an den verschiedenen Orten 'lokale' Umweltbeauftragte, welche die
Durchführung aller Massnahmen vor Ort begleiten etc.
Diese Massnahmen umfassen natürlich viele Punkte wie Treibstoffreduktion,
Energiebewusstes Bauen (z.B. beim neuen Werkhof!), Einkauf von umweltschützenden
Produkten, Wasser-Verbrauch-Reduktion usw usw. -
Das Ingangsetzen des System DACH hat grosse Anstrengung gebraucht. Heute ist
die Einstellung dazu im allgemeinen gut.
Die Gemeinde verdient Lorbeeren und grosse Anerkennung für diesen Effort. Auch wenn
natürlich nicht alle Umweltbelastungen eliminiert sind, sind im Ansatz schon viele
Verbesserungen erzielt worden. Ein ganz prima Anfang!
Eigentlich müssten sich jetzt die Schulgemeinden, die Kirchgemeinden, auch zum
Mitmachen entscheiden - und dann gehören idealerweise auch private Betriebe zum
Umwelt-Netzwerk - und natürlich Haushalte, wo noch viel getan werden kann. Ansätze sind
vorhanden.
Urs Gessner
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